Geschenk zur Geburt vom Arbeitgeber:
Wie viel darf es kosten und was gilt steuerlich?
Eine Mitarbeiterin bekommt ein Baby, ein Kollege wird zum ersten Mal Vater – und im Unternehmen stellt sich die Frage: Was schenken wir zur Geburt? Und wie viel darf ein solches Geschenk eigentlich kosten?
Ob kleines Familienunternehmen, Steuerkanzlei oder größere Firma: Ein Geschenk zur Geburt ist eine schöne Möglichkeit, persönliche Wertschätzung auszudrücken. Gleichzeitig gibt es für Arbeitgeber einige steuerliche Regeln, die bei der Auswahl und Abrechnung wichtig sind.
Wir erklären, welche Geschenkbudgets sinnvoll sein können, was es mit der 60-Euro-Freigrenze auf sich hat und worauf Unternehmen bei der Rechnung achten sollten.
Wie viel Geld gibt man als Arbeitgeber zur Geburt eines Kindes aus?
Einen gesetzlich vorgeschriebenen Geschenkbetrag gibt es nicht. Wie viel ein Unternehmen zur Geburt schenkt, hängt unter anderem von der Unternehmenskultur, dem verfügbaren Budget und möglichen internen Regelungen ab.
Als praktische Orientierung für die Geschenkplanung können folgende Beträge dienen:
| Budget | Geschenkidee |
|---|---|
| 20–30 € | Eine kleine Aufmerksamkeit mit persönlicher Karte |
| 30–50 € | Eine Windeltorte oder ein liebevoll zusammengestelltes Babygeschenk |
| 50–60 € | Ein etwas umfangreicheres Geschenkset zur Geburt |
| > 60 € | Ein größeres Gemeinschaftsgeschenk, bei Arbeitgeberzuwendungen mit gesonderter steuerlicher Prüfung |
Diese Beträge sind Empfehlungen zur Budgetplanung, keine statistisch ermittelten Durchschnittswerte.
Wichtiger als der Preis ist, dass das Geschenk zur Situation passt und die Freude über den Familienzuwachs zum Ausdruck bringt.
Sind Geschenke zur Geburt für Mitarbeiter steuerfrei?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen.
Nach den deutschen Lohnsteuer-Richtlinien können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern zu besonderen persönlichen Anlässen Sachgeschenke im Wert von bis zu 60 Euro brutto zukommen lassen, ohne dass diese als steuerpflichtiger Arbeitslohn gelten.
Die Geburt eines Kindes gehört ausdrücklich zu diesen persönlichen Anlässen.
Solche Geschenke werden steuerrechtlich als Aufmerksamkeiten bezeichnet.
Ein Beispiel: Eine Mitarbeiterin bekommt ein Baby. Ihr Arbeitgeber schenkt ihr eine Windeltorte im Wert von 40 Euro. Wenn die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind, handelt es sich um eine steuer- und sozialversicherungsfreie Aufmerksamkeit.
Wichtig: 60 Euro sind eine Freigrenze, kein Freibetrag
Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.
Ein Sachgeschenk im maßgeblichen Wert von 59,90 Euro kann innerhalb der Begünstigung liegen. Überschreitet die Zuwendung dagegen die Grenze von 60 Euro, entfällt diese Begünstigung grundsätzlich für den gesamten Betrag – nicht nur für den übersteigenden Teil.
Bei Geschenken, die direkt an die Privatadresse verschickt werden, sollten Unternehmen außerdem mögliche Versandkosten bei der steuerlichen Bewertung berücksichtigen.
Wer sicher innerhalb der Grenze bleiben möchte, plant deshalb besser mit etwas Abstand zu den vollen 60 Euro.
Gilt die 60-Euro-Grenze auch für Geldgeschenke?
Nein. Die steuerliche Begünstigung für Aufmerksamkeiten gilt für Sachzuwendungen, nicht für Bargeld.
Auch die nachträgliche Erstattung eines privat gekauften Geschenks ist nicht automatisch mit einer Sachzuwendung durch den Arbeitgeber gleichzusetzen.
Eine Windeltorte, ein Babygeschenkset oder ein anderes geeignetes Sachgeschenk kann dagegen grundsätzlich als Aufmerksamkeit infrage kommen.
Die steuerliche Beurteilung richtet sich immer nach der tatsächlichen Gestaltung.
Wie oft darf ein Arbeitgeber steuerfreie Geschenke machen?
Die 60-Euro-Freigrenze gilt nicht pauschal einmal im Jahr, sondern für den jeweiligen besonderen persönlichen Anlass.
Ein Mitarbeiter kann deshalb beispielsweise zur Hochzeit und später zur Geburt seines Kindes jeweils eine begünstigte Aufmerksamkeit erhalten.
Entscheidend ist, dass es sich tatsächlich um unterschiedliche persönliche Ereignisse handelt und die jeweiligen Voraussetzungen eingehalten werden.
Die anlassbezogene 60-Euro-Grenze ist außerdem von der allgemeinen monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro zu unterscheiden.
Kann ein Arbeitgeber das Geschenk zur Geburt steuerlich absetzen?
Geschenke zur Geburt eines Mitarbeiterkindes können grundsätzlich als Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Handelt es sich um eine steuerfreie Aufmerksamkeit im Wert von maximal 60 Euro brutto, fallen unter den entsprechenden Voraussetzungen keine Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge an.
Wichtig ist, dass die Rechnung auf das Unternehmen ausgestellt und der Anlass des Geschenks dokumentiert wird.
Bei Fragen zur steuerlichen Behandlung hilft die zuständige Buchhaltung oder Steuerberatung weiter.
Was gilt, wenn die Kollegen privat für ein Babygeschenk zusammenlegen?
Nicht jedes Geschenk aus dem beruflichen Umfeld ist automatisch ein Arbeitgebergeschenk.
Wenn beispielsweise acht Kollegen jeweils zehn Euro aus ihrem privaten Geld beisteuern und gemeinsam ein Babygeschenk im Wert von 80 Euro kaufen, handelt es sich grundsätzlich um ein privates Gemeinschaftsgeschenk.
Die steuerliche 60-Euro-Grenze für Aufmerksamkeiten des Arbeitgebers ist darauf nicht in derselben Weise anzuwenden.
Anders kann die Situation aussehen, wenn das Unternehmen die Kosten ganz oder teilweise übernimmt.
Es lohnt sich deshalb, vor der Bestellung kurz zu klären, ob das Geschenk privat vom Team finanziert oder offiziell vom Arbeitgeber übernommen wird.
Babygeschenk vom Arbeitgeber: Direkt nach Hause oder ins Büro liefern lassen?
Gerade rund um die Geburt eines Kindes ist eine persönliche Übergabe nicht immer möglich.
Vielleicht befindet sich die Mitarbeiterin bereits im Mutterschutz oder der frischgebackene Vater ist in Elternzeit.
Ein Babygeschenk kann deshalb entweder ins Unternehmen geliefert und dort gemeinsam überreicht oder direkt an die Familie nach Hause verschickt werden.
Bei LINDFALL bieten wir beide Möglichkeiten an.
Unsere Windeltorten und Babygeschenksets werden in unserer Manufaktur am Alpenrand liebevoll zusammengestellt und verschenkfertig verpackt.
Auf Wunsch kannst Du bei der Bestellung einen persönlichen Glückwunschtext vom Arbeitgeber oder dem gesamten Team hinterlassen.
Wir drucken diesen in einer schönen Schrift direkt auf die beiliegende Glückwunschkarte.
So wird aus einem Firmengeschenk eine persönliche Geste, selbst wenn nicht alle Kollegen bei der Übergabe dabei sein können.
Firmenrechnung und Geschenkversand: Worauf sollte man achten?
Für die Buchhaltung ist es sinnvoll, dass die Rechnung auf das Unternehmen ausgestellt wird.
Die Lieferadresse kann davon abweichen. So lässt sich das Geschenk beispielsweise direkt an die frischgebackenen Eltern schicken, während die Rechnung für die Unternehmensunterlagen bestimmt ist.
Bei LINDFALL liegt dem Geschenkpaket standardmäßig keine Rechnung bei. Die Beschenkten erhalten also ihr Geschenk ohne beiliegende Preisangaben.
Gerade für Personalabteilungen und Teamassistenzen ist diese Trennung zwischen Rechnung und Geschenkversand praktisch.
Ein Firmengeschenk zur Geburt darf persönlich sein
Ein Geschenk zur Geburt ist mehr als eine freundliche Aufmerksamkeit im Arbeitsalltag.
Es zeigt, dass hinter einer beruflichen Rolle auch ein Mensch steht, dessen persönliche Meilensteine gesehen und wertgeschätzt werden.
Dafür braucht es weder ein besonders großes Budget noch ein aufwendiges Geschenk.
Eine sorgfältig ausgewählte Windeltorte, ein schönes Babygeschenkset und ein paar persönliche Worte vom Team können bereits viel Freude bereiten.
Bei uns findest Du handgefertigte Firmengeschenke zur Geburt, die wir auf Wunsch direkt an Deine Mitarbeiter oder ins Unternehmen versenden.
Entdecke unsere Firmengeschenke zur Geburt, liebevoll zusammengestellt, verschenkfertig verpackt und mit persönlicher Glückwunschkarte vom Team oder Arbeitgeber.
Hinweis: Die steuerlichen Informationen entsprechen dem Stand Oktober 2026 und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine individuelle steuerliche Beratung. Die steuerliche Behandlung hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.





